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Archive für 5.2.2010

Keine Disko auf der Diskoinsel in der Diskobucht; zur Zeit gelegentlich beides schwer erreichbar

diskoinsel-inuit-familie.jpg

Die Diskoinsel (Kalaallisut: Qeqertarsuaq, dt. „große Insel“) mit einer Fläche von 8578 km² (zum Vergleich: Mallorca 3640 km², Korsika: 8680 km²) liegt etwa 60 Kilometer westlich von Ilulissat (Jakobshavn) vor der Westküste von Grönland in der Diskobucht (Qeqertarsuup Tunua). Sie ist vom grönländischen Festland durch den Vaigat-Sund getrennt. Die vor 55 bis 65 Millionen Jahre entstandenen Bergzüge sind aus rötlichem Basalt, die höchste Erhebung misst 1919 Meter, die durchschnittliche Höhe beträgt 975 Meter. Der Permafrostboden der Insel lässt nur Tundra-Vegetation zu, landwirtschaftliche Nutzflächen und Bäume gibt es nicht. Das Innere der Diskoinsel bedeckt zu einem großen Teil der Sermersuaq (d. h. „Großer Gletscher“). Oberhalb von Qeqertarsuaq liegt der kleinere Lyngmarksgletscher. Die Diskoinsel ist sehr dünn besiedelt, es gibt nur zwei ständig bewohnte Orte. Die größte Ansiedlung ist Qeqertarsuaq (Godhavn) mit knapp 1000 Einwohnern im Süden. Etwa 35 Kilometer nördlich davon liegt die noch sehr ursprüngliche Inuit-Siedlung Kangerluk mit 50 Einwohnern, die von der Jagd und dem Fischfang leben. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es im Nordosten noch die zu einer Kohlegrube gehörende Bergarbeitersiedlung Qullissat. Nach Schließung des Bergwerks wurden die Bewohner jedoch nach Qeqertarsuaq umgesiedelt. Interessant ist die Diskoinsel wegen ihrer mit Fossilien durchsetzten geologischen Formationen.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskoinsel

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